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Die Segel-AG - Der Segelkurs 2000
Ein Erfahrungsbericht von Juliane Bischoff, Schülerin am HJK
Am 13. Oktober 2002 war es also soweit; wir saßen alle im "gelben Breuer-Bus" und waren gespannt auf das, was uns erwartete. Es ging vom Dürener Annakirmesplatz zum Hafen in Lemmer, wo unsere Beantra - das Segelboot - auf uns wartete. Wir betraten das Schiff und es gab schon die erste Überraschung; die Kojen. Wie sollten wir in diesen kleinen Kammern unsere tägliche Morgenpflege absolvieren? Und das auch noch zu zweit? Den Rest des Tages verbrachten wir dann noch mit Kartenspielen und Einleben auf dem Schiff. Am späteren Abend stellten sich dann der Skipper Hylke und der Maat Jelmer vor.
Als wir am nächsten Tag aufwachten, merkten wir, daß unsere Kojen gar nicht so unbequem waren, wie wir gedacht hatten. Nach dem Frühstück ging's dann richtig los; wir bekamen eine Segeleinweisung von Jelmer - unserem Maat - und bemerkten, daß dieses Schiff ganz schön schwer zu bedienen war. Klüversegel, Fock, Großsegel und Besansegel; die ganzen Segel hochzuziehen war nichts für schwache Nerven. Im Regen segelten wir also von Lemmer nach Stavoren, wo wir erst einmal tanken mußten. Dann ging's weiter von Stavoren nach DenOever. Nach diesem Tag waren alle ziemlich fertig, was uns allerdings nicht davon abhielt, bis tief in die Nacht Karten zu spielen und zu quatschen.
Am Morgen des zweiten Tages ging's dann weiter nach Texel. Die Segel setzten wir allerdings diesmal nicht. In Texel angekommen durften wir uns dann auf die geliehenen Hollandräder schwingen und einkaufen fahren. Den Rest des Tages hatten wir Freizeit und radelten über die Insel. Abends begleitete der Maat Jelmer uns in eine Disco, wo wir den Abend schön ausklingen ließen und deftig feierten.
Das machte sich am nächsten Morgen dann auch bemerkbar - durch die Ringe unter den Augen. Trotzdem blieben wir nicht davon verschont, die Segel zu setzen, um nach Medemblick zu segeln. Auf dem Weg dorthin entdeckten wir die warmen Beantramützen, von denen sich unsere Crew direkt eine "Familienpackung" anschaffte. Später erkundeten wir Medemblick. Wir kamen natürlich genau zu Ladenschluß an. Vor lauter Langeweile freundeten wir uns dann mit den Crews der Nachbarboote an, was den Abend noch ziemlich amüsant werden ließ. Als wir später unter Deck kamen sahen wir, daß die Betreuer sich auch gut amüsierten (mit der Flasche Rotwein).
Der vorletzte Tag brach an. Trauerstimmung an und unter Deck. Trotz alledem nahm es uns nicht die Lust am Segeln. Unsere Strecke war diesmal MedemblickHindeloopen. Segelsetzen, aufpassen, das Übliche war angesagt. An Deck jedoch wurde eine Wette abgeschlossen: Judith und ich erklärten uns bereit, für 5,00 pro Nase ins 8 Grad kalte, dreckige Ijsselmeerwasser zu springen. Das taten wir dann auch, nachdem wir kurz vor Hindeloopen geankert hatten. Stefan und Benni entschlossen sich dann dazu, uns in die eiskalte Brühe zu folgen. Benni hielt es ganze 6 Sekunden aus!!! Nach diesem extravaganten Bad sprangen wir abgehärtet unter die Dusche. Dann setzen wir den Ausflug nach Hindeloopen fort. Die 5,00 gingen in Hindeloopen direkt für Kibbeling drauf. Danach hatten wir unter Deck eine kleine Abschiedsfeier, da Maat Jelmer zu einer Familienfeier mußte. Nach einer langen Nacht landeten wir schließlich in unseren Kojen.
Unser letzter Tag war dann ziemlich stressig. Wir mußten aufräumen, alles einpacken und währenddessen noch nach Stavoren segeln. Dort angekommen mußten wir leider im Regen auf unseren "gelben Breuer-Bus" warten, aber trotz mancher Miseren war es ein absolut gelungener Urlaub und ich bedanke mich im Namen der Steinfelder Crewmitglieder ganz herzlich bei der CATENA, die uns das alles ermöglicht haben.
Mast- und Schotbruch!
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